Integrative Betreuung und Förderung in der St. Franziskus Kindertagesstätte in Verl

Wer kann einen integrativen Platz in Anspruch nehmen?
Wie sieht die integrative Betreuung / Förderung aus?

Die St. Franziskus Kindertagesstätte ist eine integrative Schwerpunkteinrichtung mit insgesamt fünf Gruppen, deren Träger der Adolph Kolping Kindergarten Verl e.V. ist. Wir möchten Ihnen von unserem Schwerpunkt, der integrativen Betreuung und Förderung von Kindern berichten:

Welche Bedeutung hat für uns die Integration?:
Integration ist ein wechselseitiger Prozess, bei dem Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in einer Gemeinschaft leben, sich gegenseitig akzeptieren und voneinander lernen.
Das heißt, dass alle in einer Gruppe und in der Einrichtung zusammenlebenden Personen am Integrationsprozess beteiligt sind.

Gruppengröße und Personal u.s.w.:
Zwei der fünf Gruppen unserer Institution sind so genannte integrative Tagesstättengruppen, mit jeweils 20 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, von denen fünf Kinder wegen eines Entwicklungsdefizits oder einer Behinderung einen gezielten Förderbedarf haben.
In jeder Gruppe arbeiten 2 Erzieherinnen, eine Heilpädagogin und mit einigen Stunden pro Woche eine Motopädin.
Als integrative Plätze stehen Ihnen Betreuungszeiten von 25, 35 oder 45 Wochenstunden zur Verfügung.

Welche Kinder können in unserer Tagesstätte einen integrativen Platz in Anspruch nehmen?:

  • Kinder, die in der Gemeinde Verl wohnen,
  • Kinder mit unterschiedlichsten Behinderungen, 
  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen von mindestens 6 Monaten in verschiedenen Bereichen (sprachlich, motorisch, kognitiv, emotional.),
  • Kinder mit Wahrnehmungsstörungen (im Bereich des Tastsinns, des Gleichgewichtsinns, des Bewegungssinns, der Körperwahrnehmung, sowie im Bereich des Hörens und Sehens.…), die dadurch in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind und daraus folgend Probleme im sozial – emotionalen Bereich haben.

Vorsaussetzung für die Aufnahme ist ein Gutachten mit einer kurzen Entwicklungsdiagnostik vom Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh, sowie Berichte von der Frühförderung, dem SPZ, der Logopädie u.s.w., wenn diese vorhanden sind und eine Stellungnahme der Kita.

Der Antrag, den die Kindertageseinrichtung stellt und dem die Gutachten beigefügt werden, muss von der Stadt Verl befürwortet und vom Landschaftsverband Westfalen – Lippe genehmigt werden.

Was sind unsere Ziele?

  • Integration in die Gruppe und Erweiterung der sozialen Kompetenzen, 
  • Die Kinder sollen sich wohl und akzeptiert fühlen und Spaß haben
  • Förderung und Begleitung der Kinder in allen Entwicklungsbereichen, entsprechend ihren Möglichkeiten
  • Erkennen der eigenen Stärken und akzeptieren der eigenen Schwächen
  • Eigene Bedürfnisse erkennen und umsetzen lernen.

Wir möchten den Kindern den nötigen Raum geben, sich mit ihren individuellen Fähigkeiten zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu entwickeln.

Grundlagen unserer Arbeit sind:

  • Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, um eine möglichst große Verzahnung zwischen der Kindertageseinrichtung und dem Elternhaus herzustellen. 
  • Für die Arbeit mit den Kindern ist ein individueller Beziehungsaufbau von großer Bedeutung. 
  • Zum Entwickeln von differenzierten Fördereinheiten für jedes einzelne Kind ist die Langzeitbeobachtung unsere wichtigste Grundlage.
  • Die Fördereinheiten werden umgesetzt in Einzel-, Paar-, sowie Klein- oder Großgruppenarbeiten.
  • Von jedem Kind wird ein Entwicklungsbericht verfasst.
  • Ebenso stehen wir im Austausch mit anderen Institutionen, z.B. Logopäden, Ärzten, Ergo- und Physiotherapeuten oder Beratungsstellen.

Zusätzliche Angebote:

  • Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie bei Bedarf in der Kita von den entsprechenden Therapeuten durchführen zu lassen.
  • Die Kinder können weiterhin Frühförderung z. B. von der Lebenshilfe erhalten, wenn Sie bei uns einen integrativen Platz haben

Einschulung:
Eine häufig gestellte Frage ist, ob die Kinder, die einen integrativen Platz in Anspruch nehmen eine Regelschule besuchen können.
Die Antwort ist: ja; dieses ist möglich. Sollten die Kinder weiterhin Förderbedarf haben, können sie z.B. eine Schule mit einem integrativen Schwerpunkt besuchen, oder Förderschule die in kleineren Klassen mit mehr Personal auch den Regelunterricht eine gewährleistet.

Anmeldung:
Sollten Sie für Ihr Kind Interesse an einer integrativen Betreuung haben, rufen Sie uns an. Wir informieren Sie nach einer Terminabsprache gerne ausführlicher und zeigen Ihnen unsere Einrichtung